Barbara Ostmeier

Barbara Ostmeier
Sport, Integrations- und Flüchtlingspolitik

Sportland | | Nr. 385/20

TOP 42: Bedeutsame Beteiligung aller Akteure

Es gilt das gesprochene Wort!

Sehr geehrter Herr Präsident!
Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Lassen Sie mich meinen Redebeitrag gleich mit ein wenig Selbstkritik beginnen:

Wenn unser Antrag mit der Formulierung beginnt, der Bericht sei ein Meilenstein für den Sport, so wird das der Bedeutung des Ergebnisses nicht gerecht.

Es ist das Ergebnis und vor allem der Weg dahin, was diese Assoziation rechtfertigt.

Ich wiederhole mich da gerne:

Bedeutsam und einzigartig ist die breite Beteiligung aller relevanten Akteure, inclusive einer Bürgerbeteiligung,

bedeutsam ist die Anerkennung der Bedeutung und des Wertes, den der Sport in allen Bereichen unserer Gesellschaft hat, bedeutsam ist die Anerkennung des Sports als Querschnittsaufgabe.

Und nicht zuletzt die breite Unterzeichnung. Das ist in Wahrheit der Meilenstein, der sich hinter dem etwas spröde wirkenden Einleitungssatz unseres Antrags verbirgt.

Die Förderung und Weiterentwicklung des Sports in Schleswig-Holstein ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Das geht uns alle an: das Land, die Kommunen, die Vereine und jeden Sportreibenden und- interessierten.

Mit dem heutigen Antrag wollen wir den ersten ganz wichtigen Beitrag dazu leisten, die Idee vom Sportland und diese wertvolle Vorarbeit mit Leben zu füllen und zum Erfolg zu führen. Es soll eben kein Papiertiger bleiben.

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Es wird eine der ganz großen Herausforderungen sein, das Sportland zu einem Markenkern zu entwickeln, eine Marke, mit der sich die Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner gern und aus Überzeugung identifizieren. Deswegen bitten wir die Landesregierung, die Marke zu platzieren und ein entsprechendes Konzept zu erarbeiten.

Wir brauchen auch ein Konzept, wie die Idee vom Sportland in die Breite, in die Basis transportiert werden kann. Für den Erfolg wird es von entscheidender Bedeutung sein, in unseren Kreisen, in unseren Kommunen ein Verständnis zu entwickeln, welchen Mehrwert die Sportentwicklungsplanung für unsere rd. 2.600 Vereine und unsere rd. 1.100 Gemeinden haben kann. Wir als Land haben nun eine Vorbildfunktion übernommen. Wir können und müssen Impulsgeber dafür sein, auch bestehende Sportentwicklungspläne mit Leben zu füllen. In vielen Kommunen gibt es ja bereits solche Pläne. Viele tun sich aber mit der Umsetzung schwer.

Wenn wir als Land entsprechend unserer Zuständigkeit Schwerpunkte setzen und Angebote für Nachwuchsleistungssport schaffen, dann wird sich darum herum auch der Breitensport entwickeln und verorten.

Für mich persönlich ist der Satz: „Aus der Breite in die Spitze!“ nach wie vor Leitlinie und Motivation. Talenterkennung und Talentförderung, findet an der Basis statt, in den Vereinen, in unseren Bildungseinrichtungen. Durch die Konzeptionierung verspreche ich mir eine verbesserte nachhaltige Verknüpfung von Breitensport und Leistungssport.

Ich wünsche mir von der Landesregierung einen Maßnahmenplan einschließlich einer Priorisierung für den Breitensport, für den Leistungssport, für den Sport in Kita und Schule und selbstverständlich für den Reha- und Behindertensport. Gerade die Special Olympics in Kiel haben uns allen gezeigt, welche Schubkraft von so einer Veranstaltung ausgehen kann.

Und ja, liebe Kollegin Bockey; dazu braucht es auch einer finanziellen Unterstützung. Darüber ist sich diese Landesregierung durchaus bewusst. Nicht umsonst ist in den vergangenen Jahren viel Geld in den Sport investiert worden, nicht umsonst sind dem Sport im Frühjahr dieses Jahres Soforthilfemittel zur Verfügung gestellt worden – eine bundesweit einmalige Maßnahme – und nicht umsonst sind auch im Haushaltsentwurf 2021 wieder über 27 Mio. € für den Sport veranschlagt. Und es ist insbesondere mit Blick auf die aktuelle Situation von großer Bedeutung, weiterhin zu unterstützen. Unsere landesweit aktiven großen Vereine mit Hauptamtlichkeit und Mietaufwendungen werden diese Unterstützung dringend brauchen. Das landesweit bestehende, überwiegend ehrenamtlich organisierte Breitensportangebot unserer Vereine und Verbände darf uns coronabedingt nicht wegbrechen, bevor wir den Zukunftsplan im Plenum beschlossen haben und erste Maßnahmen zur Umsetzung kommen können.

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Es bedarf noch einer großen und gemeinschaftlichen Kraftanstrengung, um das hochgesteckte Ziel, „Sportland Schleswig-Holstein“ zu erreichen. Die Förderung des Sports geht uns alle an.

Ich bitte um Zustimmung zu unserem Antrag.

Sie haben Fragen zu diesem Artikel? Sprechen Sie uns an:


Kai Pörksen (Pressesprecher)
Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel
Telefon: 0431/988-1440

http://www.cdu.ltsh.de

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