Hans-Jörn Arp

Hans-Jörn Arp
Parlamentarischer Geschäftsführer, Verkehr

| Nr. 045/07

Der deutsche Toto- und Lottoblock bricht auseinander

Zur heutigen Berichterstattung der „Neuen Presse“ (S. 1 und 5) über einen eventuellen Stopp des Angebots von Sportwetten beim Toto- und Lottoblock Niedersachsens erklärt Hans-Jörn Arp, MdL:

„Nach der Auswertung des Staatsvertragsentwurfs begreifen offensichtlich langsam immer mehr ehemalige Monopolbefürworter, welches Ei sie sich da ins Nest legen wollen. Die Geschlossenheit des Toto- und Lottoblocks im Bezug auf diesen Staatsvertrag bricht auseinander. Und das zu Recht: Der neue Lottostaatsvertrag vernichtet unser gewachsenes Lotteriewesen mehr, als es jedes Konzessionierungsmodell tun könnte.“

Der niedersächsische Toto-Lotto Geschäftsführer Rolf Stypmann bringe es in dem Artikel auf den Punkt: Mit dem neuen Lottostaatsvertrag drohe Toto und Lotto das Aus, weil die Regelungen monströs und unpraktikabel seien. Er fühle sich durch den neuen Staatsvertrag schon fast zum Dealer abgestempelt. Selbst das altbewährte Toto gelte mittlerweile als gefährlich.

„Wenn der Toto- und Lottoblock sich vor diesem Hintergrund in Zukunft weigert, Sportwetten anzubieten, ist das mehr als verständlich. Das bedeutet aber auch: Die Einnahmen der Länder durch die Abgaben werden ebenso dramatisch einbrechen, wie die Mittel für die Sport und Kulturförderung.“

Und auch in Sachen Suchtprävention habe sich der Lottogeschäftsführer eindeutig geäußert. Stypmann hatte sich in dem Artikel unter anderem mit den Worten zitieren lassen: „Warum soll sich jemand einen Spielausweis mit Lichtbild besorgen, wenn er im Internet sofort spielen kann?“ Dies sei immer ein zentrales Argument der Schleswig-Holsteinischen CDU-Landtagsfraktion gewesen. Arp: „Im World Wide Web Zeitalter ist der nächste Anbieter einen Mausklick entfernt. Für Suchtprävention brauchen wir intelligente und zeitgemäße Lösungen und keine Steinzeitregelungen.“

Arp abschließend: „Ich empfehle allen Verantwortlichen und auch unserem Schleswig-Holsteinischen Kollegen Neugebauer dringend, sich den Staatsvertrag einmal in Gänze durchzulesen und sich die Folgen erklären zu lassen. Sie sind verheerend für den Standort Deutschland, wie die ersten Alarmmeldungen der Sportstiftungen belegen. Ich lade deshalb alle ein, ausdrücklich auch den Toto- und Lottoblock, sich an der Ausarbeitung eines alternativen Staatsvertrages zu beteiligen.“

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Kai Pörksen (Pressesprecher)
Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel
Telefon: 0431/988-1440

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