| Nr. 150/09

Die Zeit im Vorfeld der Klimakonferenz von Kopenhagen nutzen

Ende 2012 läuft das Kyoto-Protokoll zum Klimaschutz nach fünfzehn Jahren aus. Daher werden sich die Vereinten Nationen Ende dieses Jahres in Kopenhagen auf ein Folgeabkommen für die Zeit ab 2013 verständigen.

„Es ist daher von großer Bedeutung, schon jetzt öffentlich die Grundzüge des Folgeprotokolls zu definieren, um nicht plötzlich von dieser Thematik überrascht zu werden“, so der energiepolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Manfred Ritzek MdL.

Nach seiner Auffassung gingen erste Überlegungen des EU-Umwelt-Kommissars Stavros Dimas in die richtige Richtung. Dieser hatte unter anderem geäußert:
• die CO2 Einsparvorgabe der EU von 20% bis 2020 nach Möglichkeit auf 30% zu erhöhen;
• eine höhere Einsparvorgabe an nationale Bedingungen wie: Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt, Emissionsintensität der Wirtschaft, Anstrengungen zur Emissionsminderung und Bevölkerungswachstum zu koppeln;
• die so genannten „Entwicklungsländer“ nicht aus der Pflicht der CO2-Minderung zu entlassen, wobei ihre Einsparziele um 50% geringer ausfallen dürften;
• von den prognostizierten weltweiten Klimaschutzinvestitionen in Höhe von 175 Milliarden US-Dollar pro Jahr die Hälfte in den „Entwicklungsländern“ auszugeben.

„Ich teile die Einschätzung des EU-Kommissars, dass wir weiterhin an Technologien mit geringerem Kohleverbrauch forschen und arbeiten müssen“, so Ritzek. Gleichzeitig komme der CCS-Technologie (Carbon Capture and Storage – Kohlenstoffabspaltung und Lagerung) eine Schlüsselposition zu. Mit ihrer Hilfe könne nicht nur das vor allem bei der Verbrennung von Kohle entstehende Kohlendioxid abgespalten und unterirdisch abgelagert werden, sondern auch direkt der Atmosphäre entnommen werden. Diesem letzteren Aspekt der CCS-Technologie sei bisher zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt worden.
„Entscheidend für den globalen Prozess des Klimaschutzes ist es, die USA und China mit einzubeziehen. Sofern dies nicht gelingt, sind alle Entscheidungen nur die Hälfte wert. Angesichts des Regierungswechsels in den USA und einem zunehmenden Umweltbewusstsein sehe ich jedoch erstmals die Chance, diese Länder endlich mit ins Boot zu bekommen“, so Ritzek.

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