Heike Franzen

Heike Franzen
Bildungspolitik

| Nr. 053/13

SPD und SSW erklären Bildungsdialog per Zeitungsmeldung für beendet

„Das schlägt dem Fass den Boden aus: SPD und SSW teilen per lokalem Zeitungsbericht bildungspolitische Beschlüsse mit, die den so genannten Bildungsdialog endgültig beenden!“

Mit diesen Worten reagierte die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion auf einen heutigen (30. Januar 2013) Bericht des SHZ über einen Besuch von Landtagsabgeordneten der Koalition an der Struesensee-Gemeinschaftsschule in Satrup, der mit „Frist für Y-Modell in Satrup läuft ab“ überschrieben war (Link: Siehe unten).

„Eltern, Schüler, Lehrer und Leitung der betroffenen Schule erfahren aus einem Zeitungsbericht vom Ende des Y-Modells. Auch die Mitglieder des Bildungsdialoges werden so in Kenntnis gesetzt. Eine Begründung der Entscheidung hält offenkundig niemand in der Koalition für erforderlich. So sieht der Dialog der Regierung Albig aus!“, erklärte Franzen.

Noch im August hatte Bildungsministerin Professor Wende bei einem Besuch des Satruper Gymnasiums gegenüber der Schulleitung angekündigt, die Frage der Zukunft des Y-Modells in Satrup mit den Bildungsexperten des Landes zu prüfen. (SHZ vom 18. August 2012) Bis Ende letzten Jahres hatte die Ministerin eine Entscheidung angekündigt. Am 04. Dezember 2012 war das Thema „Nebeneinander von G-8, G-9 und Y-Modell“ im Rahmen des Bildungsdialoges Gegenstand der Werkstattgespräche in einer Arbeitsgruppe, deren Ergebnisse laut Bildungsministerium Ende Februar 2013 auf der zweiten großen Bildungskonferenz vorgestellt werden sollen.

Nun würden offensichtlich Bildungspolitiker der Fraktionen vorgeschickt, um noch während des angeblichen Bildungsdialoges den „politischen Willen der Landesregierung“ mitzuteilen und so Entscheidungen vor Ort zu beeinflussen.

„So geht es nicht: Ich erwarte postwendend eine eindeutige Aussage der Ministerin, ob sie eine Entscheidung des Gymnasiums Satrup für G-9 genehmigen würde, oder nicht. Da ist Professorin Wende ich der Pflicht, ihre Zusage einzuhalten“, so Franzen.

Aus dem Zeitungsbericht gehe auch hervor, dass die Koalition den Wechsel vom Gymnasium zur Gemeinschaftsschule nach der Orientierungsstufe deutlich erschweren wolle. Das sei das genaue Gegenteil der von allen Bildungsexperten geforderten höheren Durchlässigkeit im Schulsystem. Auch hier bleibe die Koalition eine Begründung schuldig.

„Aus pädagogischen Gründen brauchen wir mehr Durchlässigkeit, nicht weniger. Es ist doch völliger Unsinn, eine Orientierungsstufe so auszugestalten, dass zu ihrem Ende kein Schulartwechsel mehr erfolgen kann. Also kann es nur politische Gründe für diesen Vorstoß geben“, schlussfolgerte Franzen.

Die Koalition wolle erreichen, dass möglichst wenige Kinder in der Orientierungsstufe an den Gymnasien angemeldet werden. „Das ist ein weiterer Nadelstich der Koalition gegen die Gymnasien“, so Franzen abschließend.

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