Heike Franzen

Heike Franzen
Bildungspolitik

| Nr. 450/14

Und für diese Kleinstoberstufen schließt die Landesregierung Grundschulen

Die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Heike Franzen, hat der Albig-Regierung heute (11. September 2014) vorgeworfen, mit vorgeschobenen Gründen kleine Grundschulen zu schließen, um so die nötigen Lehrerstellen für neu geschaffene und unnötige Kleinstoberstufen zur Verfügung zu haben.

„Diese Landesregierung schließt gnadenlos kleine Grundschulen, wenn sie weniger als 44 Schülerinnen und Schüler haben. Dafür hat sie Oberstufen mit 22 oder 36 Schülern eingerichtet. Das ist verantwortungslose Ideologie auf dem Rücken der Grundschüler“, erklärte Franzen in Kiel.

Die neu eingerichteten Oberstufen seien unnötig, weil an den bestehenden Gymnasien und beruflichen Schulen ausreichend Oberstufenplätze zur Verfügung stünden. Wenn Grundschulen – nach Ansicht der Bildungsministerin - mit weniger als 44 Schülerinnen und Schülern nicht pädagogisch sinnvoll betrieben werden könnten, gelte das um so mehr für Oberstufen. So haben beispielsweise die neuen Oberstufen in Nortorf nur 22 Schüler, die in Bad Segeberg 31 oder die in Bordesholm 36.

„Wie sollen da sinnvoll Profile gebildet werden? Das ist pädagogischer Unfug, der viel mit Ideologie, aber nichts mit Bildung zu tun hat“, so Franzen. Die CDU-Abgeordnete forderte die Bildungspolitiker der Landesregierung auf und insbesondere die SSW-Abgeordnete Jette Waldinger-Thiering, Eltern und Grundschülern beispielsweise in Schafstedt zu erklären, weshalb ihre Arbeit an einem Konzept für den Erhalt der Schule für SPD, Grüne und SSW wertlos war.

Die Eltern dort haben sich nach den Aussagen von Ministerpräsident Torsten Albig an die Arbeit gemacht, weil sie sich darauf verlassen haben, dass die Experimentierklausel mehr als eine Worthülse ist. Sie sind bitter enttäuscht worden, erklärte Franzen.

Mindestens ebenso schlimm sei der bewusste Abschied der Albig-Regierung vom Prinzip „Kurze Beine – kurze Wege“.

„Sechs- bis Neunjährige müssen jetzt mit dem Bus fahren. In kleinen Orten werden Grundschulen und damit auch Mehrzweckhallen geschlossen, damit Frau Professor Wende die Lehrerstellen hat, um Oberstufen für 22 Schüler einzurichten, die niemand braucht“, so Franzen.

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Kai Pörksen (Pressesprecher)
Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel
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