Heike Franzen

Heike Franzen
Bildungspolitik

| Nr. 309/15

Zeugnisse müssen von Kindern und Eltern verstanden werden

Die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Heike Franzen, warnt nach der heutigen (08. Juli 2015) Vorstellung der Kompetenzzeugnisse vor einer Benachteiligung insbesondere von Kindern aus bildungsfernen Familien:

„Ohne Erklärung durch die Eltern dürften Noten in den Zeugnissen für Kinder verständlicher sein. Was spricht eigentlich dagegen, Noten und Kompetenzraster in den Zeugnissen zu kombinieren?“, erklärte Franzen in Kiel.

Grundschulkinder seien auch nach Darstellung von Professor Möller mit den Formulierungen überfordert. Sie seien demnach auf Erläuterungen durch ihre Eltern angewiesen.

„Die heute von Bildungsministerin Ernst vorgestellte Regelungen mögen für Wissenschaftler wie ihre Vorgängerin Professor Wende interessant sein – als alleinige Rückmeldung für die Kinder sind sie untauglich“, so die CDU-Abgeordnete.

Die Schere zwischen Kindern bildungsnaher und -ferner Familien werde sich durch die Kompetenzzeugnisse deshalb absehbar vergrößern. Daran ändere das Ergebnis der von Professor Möller durchgeführten Umfrage nichts, wonach eine Mehrzahl der Eltern, die den Fragebogen beantwortet haben, die Formulierungen verständlich finde. Es stelle sich eher die Frage, weshalb eine noch größere Zahl an Eltern diesen für ihre Kinder so wichtigen Fragebogen überhaupt nicht beantwortet haben.

„Was machen diese Eltern dann wohl mit den Kompetenzzeugnissen ihrer Kinder? fragte die CDU-Abgeordnete.

Als problematisch bewertete Franzen auch die immer weiter zerfasernde Leistungsbewertung an Schleswig-Holsteins Grundschulen.

„Frau Ernst sorgt dafür, dass ein Umzug innerhalb Schleswig-Holsteins für Grundschulkinder ähnlich problematisch ist, wie der Umzug in ein anderes Bundesland“, sagte die CDU-Abgeordnete.

Die genannten Probleme fänden ihren Ausdruck in dem großen Widerstand von Eltern und Lehrern gegen reine Kompetenzzeugnisse. Der Versuch von SPD, Grünen und SSW, diese schleichend einzuführen, mache die laufende Volksinitiative umso wichtiger.

„Ich bin überzeugt, dass durch die heutige Vorstellung die Initiative weiteren Schwung bekommen wird. Wer das Thema nach dem klaren Ergebnis der Umfrage an den Schulen für erledigt gehalten hat, weiß jetzt, dass SPD, Grüne und SSW noch lange nicht aufgegeben haben“, so Franzen.

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Kai Pörksen (Pressesprecher)
Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel
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