| Nr. 212/07

zu TOP 15: Die Landwirtschaft ist seit Jahren Motor für nachwachsende Rohstoffe und alternative Energien

Es gilt das gesprochene Wort

Auf den Antrag von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN möchte ich Punkt für Punkt eingehen:

1. Der Einsatz von mineralischem Dünger wie auch Pflanzenschutzmitteln ist nahezu halbiert worden, insbesondere durch den Einsatz von modernster Technik.

Die Anwendung des integrierten Landbaus – sprich Schadschwellenprinzip – ist eine Selbstverständlichkeit in der täglichen Praxis.
Die Satellitentechnik wird den Einsatz der Pflanzenchemie weiter verringern und damit nicht nur der Umwelt dienen, sondern auch Geld einsparen.

2. Wir finden insbesondere in den größeren Betrieben mit modernen Stallanlagen ein hohes Maß an artgerechter Tierhaltung. Der offene Stallbau und die freie Bewegungsmöglichkeit der Tiere ist zuerst in größeren Betrieben umgesetzt worden.

3. Die Erhöhung des Bioanteils wird der Markt entscheiden. Die Förderung in Schleswig-Holstein ist dem Bundesdurchschnitt angepasst. Die Nachfrage wird auch in Zukunft steigen und somit bilden sich neue Chancen für unsere Biobauern.
Die gestiegene Nachfrage hat mittlerweile auch zu höheren Preisen geführt. Die aktuelle Bundesstatistik weist für Ökobetriebe höhere Gewinne aus als für vergleichbare konventionelle Betriebe.

4. Die Landwirtschaft ist seit Jahren Motor für nachwachsende Rohstoffe und alternative Energien.

Die Landwirtschaft hat den Anfang gemacht beim Bau von Windkraftanlagen. Sie ist Vorreiter bei der Errichtung von Biogasanlagen, und sie hat im großen Umfang Fotovoltaikanlagen auf den Dächern der Stallungen und Wohnhäuser errichtet.

5. Wenn es um alternative Energien geht, ist die Landwirtschaft Vorbild und ist gegenüber anderen Berufsgruppen einige Schritte voraus.

6. Erneuerbare Energien für Motoren sind gerade in der Landwirtschaft kein neues Thema. Das machen wir schon lange. Biodiesel wird nicht nur in der Landwirtschaft eingesetzt, sondern ist ohne Landwirtschaft gar nicht möglich. Wir produzieren den Rohstoff.

7. Bereits jetzt konkurrieren Lebensmittel und nachwachsende Rohstoffe um dieselben Flächen.
Die weltweite verstärkte Nachfrage nach Lebensmitteln hat dazu geführt, dass die Milchseen, Butterberge und andere Überschüsse in der Europäischen Union nicht mehr existieren.

8. Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen werden gefördert. Wir müssen jedoch feststellen, dass seit vielen Jahren Unternehmen Schleswig-Holstein verlassen und einige ihre Zentralen in andere Bundesländer verlagert haben. Gegen Konzernentscheidungen werden wir heute genauso wenig ausrichten können wie alle vorhergehenden Landesregierungen.

9. Ich verweise hier auf Punkt 1.

10. Die Lehrpläne sind seit langem auf umwelt- und klimaschonende Wirtschaftsweisen ausgerichtet.

11. Wehr Modellprojekte will, muss sagen, was er konkret meint. Dies fehlt im Antrag.

12. Wir beantragen, den Antrag von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in den Ausschuss zu überweisen. Eine Verknüpfung mit dem vorgesehenen Klimaschutzbericht halten wir für sinnvoll.

Sie haben Fragen zu diesem Artikel? Sprechen Sie uns an:


Kai Pörksen (Pressesprecher)
Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel
Telefon: 0431/988-1440

http://www.cdu.ltsh.de

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