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zu TOP 19: Eine große Chance für die gesamte deutsch-dänische Region

Es gilt das gesprochene Wort
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Ich freue mich über den kulturellen Weitblick des SSW, denn wir behandeln heute ein Thema, das erst in der nächsten Legislaturperiode Realität werden kann – Sønderborg als Kulturhauptstadt Europas im Jahre 2017.

Seit 1985 gibt es die jährliche Ernennung der „Europäischen Kulturstadt“ durch die Europäische Gemeinschaft, 1999 wurde die Umbenennung in „Kulturhauptstadt Europas“ beschlossen. Zwei, jeweils wechselnde, europäische Länder werden z.Z. mit der Ausrichtung beauftragt. Im Jahr 2017 werden dies Dänemark und Zypern sein. Die dänische Entscheidung wird 2013 fallen, es bewerben sich Sønderborg und Arhus.

Zu den vom Europäischen Parlament beschlossenen Zielen eines derartigen Kulturprojekts gehören u.a.:

• Herausstellung der gemeinsamen kulturellen Strömungen in Europa, zu denen wesentliche Beiträge geleistet wurden,

• Förderung der kulturellen Veranstaltungen und künstlerischen Darbietungen mit Künstlern aus anderen Städten der Europäischen Union,

• Förderung des Dialogs zwischen den europäischen Kulturkreisen und anderen Weltkulturen,

• Herausstellung des historischen Erbes und der Stadtarchitektur sowie der Lebensqualität in der Stadt.

Darüber hinaus kann dieses Kulturprojekt auch gemeinsam mit anderen europäischen Städten durchgeführt werden. Bereits vor zwei Jahren hat der Vorsitzende des Kulturausschusses der Kommune Sønderborg das Projekt im Europaausschuss vorgestellt und bei dieser Gelegenheit betont, dass die Kandidatur auch für das Grenzland und Grenzlandprojekte gelten solle. Dies steht in vollem Umfang im Kontext mit den o.a. Zielen der EU.

Im vergangenen Herbst hat der Kulturausschuss des Kreises Schleswig-Flensburg einstimmig einen Prüfauftrag der Verwaltung der Kulturstiftung erteilt. Die Untersuchung sollte ergeben, ob und wie der Kreis Schleswig-Flensburg mit den Regionspartnern Kreis Nordfriesland und Stadt Flensburg die Bewerbung der dänischen Nachbarkommune für die Europäische Kulturhauptstadt 2017 unterstützen kann.

Die Stadt Flensburg und die Kreise Nordfriesland und Schleswig-Flensburg haben zwischenzeitlich die Unterstützung der Bewerbung Sønderborgs beschlossen.
Der Ministerpräsident hat im vergangenen August dem Bürgermeister Sønderborgs politische Unterstützung zugesagt. Ebenso hat sich Kulturstaatsminister Neumann für die Bundesregierung geäußert.

Die Bewerbung Sønderborgs sehe ich als große Chance für die gesamte deutsch-dänische Region, um vielfältige kulturelle Angebote international zu vermarkten. Der Aspekt eines grenzüberschreitenden Kulturangebots in einer Region mit zwei Kulturen und Sprachen könnte zudem ein Vorteil für die Bewerbung Sønderborgs sein.

Daher wird auch meine Fraktion den Tenor des SSW-Antrags unterstützen. Eine erfolgreiche Bewerbung Sønderborgs kann nur vorteilhaft für Schleswig-Holstein und insbesondere für den nördlichen Landesteil sein. Kultur, Tourismus und Wirtschaft der gesamten Grenzregion können nur profitieren. Es würde sich zudem eine gute Möglichkeit ergeben, ein weiteres Beispiel der besonderen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Dänemark und Schleswig-Holstein der europäischen Öffentlichkeit zu präsentieren. Um diesem Antrag die größtmögliche Basis zu sichern, möchte ich jedoch vorschlagen, ihn in den Europaausschuss zu überweisen mit dem Ziel, einen interfraktionellen Antrag zu formulieren.

Sie haben Fragen zu diesem Artikel? Sprechen Sie uns an:


Kai Pörksen (Pressesprecher)
Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel
Telefon: 0431/988-1440

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