Hans-Jörn Arp

Hans-Jörn Arp
Parlamentarischer Geschäftsführer, Verkehr

| Nr. 220/07

zu TOP 19: Schleswig-Holsteins Vorraussetzungen für einen attraktiven Logistikstandort sind gut

Es gilt das gesprochene Wort

Die zunehmende internationale Arbeitsteilung führt zu verstärkter Nachfrage nach Logistikdienstleistungen. Der Güterstrom aus und zu Wachstumsmärkten darf nicht abreißen, um das weltweite Wirtschaftswachstum aufrecht zu erhalten. Die Logistikbranche ist also ist der eigentliche Gewinner der Globalisierung.

Auch in Schleswig-Holstein spielt die Logistikbranche eine wichtige Rolle, wie die Zahlen in dem Bericht zeigen.

Zentraler Standort der Logistikbranche in Norddeutschland ist aufgrund des Hamburger Hafens die Metropolregion. Das starke Wachstum des Hamburger Hafens führt zu einer starken Nachfrage nach logistischen Dienstleistungen in ganz Norddeutschland. Durch die geografische Lage zwischen Nord- und Ostsee profitiert Schleswig-Holstein in besondere Weise. Schleswig-Holstein ist Dreh- und Angelpunkt für die Verkehrsströme nach Nord- und Osteuropa. Diese zentrale Lage gilt es, für die Ansiedlung neuer Unternehmen und hochqualifizierter Arbeitsplätze zu nutzten.


Schleswig-Holsteins Vorraussetzungen für einen attraktiven Logistikstandort sind gut. Der NOK als direkter Seeweg zwischen Nord- und Ostsee bietet exzellente Voraussetzungen für attraktive und wettbewerbsfähige Seetransportleistungen. Der Lübecker Hafen ist Deutschlands zentraler Ostseehafen und profitiert von der unmittelbaren Nähe zum Hamburger Hafen. Der Hafen Brunsbüttel entlastet bereits jetzt schon den Hamburger Hafen

Darüber hinaus zeigt der Bericht, dass sich außerhalb der Häfen wichtige logistische Zentren gebildet haben. So finden sich in den kreisfreien Städten und den angrenzenden Landkreisen ein hohes logistisches Dienstleistungsangebot und eine entsprechende Nachfrage.

Die geografische Lage Schleswig-Holsteins führt aber auch dazu, dass viele Güter, die auf der Straße transportiert werden, nur durch Schleswig-Holstein hindurch transportiert werden. Dieses wird sich auch nicht verhindern lassen. Aber wir können versuchen, durch eine attraktive Gestaltung des Standortes Schleswig-Holstein neue Dienstleistungen rund um die Logistik in unserem Land anzusiedeln.

Wir begrüßen und unterstützen daher die Aktivitäten unseres Wirtschaftsministers, wie sie in dem Bereich genannt werden.

Die Logistikbranche kann sich jedoch nur weiter positiv entwickeln, wenn die Rahmenbedingungen stimmen und dazu zählen insbesondere die Infrastruktur und die planungsrechtlichen Vorgaben. Bei der Infrastruktur sind wir mittlerweile auf einem guten Weg die Versäumnisse der Vergangenheit endgültig aus der Welt zuschaffen. Die A20 wächst jeden Tag und ist westlich der A7 dank des unermüdlichen Einsatz aller Beteiligten endlich ausfinanziert. Unzählige Baumaßnahmen im Land, wie man an den vielen Baustellen sieht oder in Planung sind, weisen auf eine Verbesserung der Infrastruktur hin. Es gibt feste Zeitpläne für Beginn oder Fertigstellung solcher Maßnahmen und zeigen, dass wir weiter vorankommen. Auf der Straße und im Wasser wird so viel gebaut, wie zu keiner anderen Zeit. Ich bin der festen Überzeugung, dass der Bau der Fehmarnbelt-Querung den Logistikstandort Schleswig-Holstein einen mächtigen Schub geben wird. Diesen Schub haben wir im Wesentlichen dem kleinen und netten Nachbarn Dänemark und den dänischen Unternehmern sowie der Bereitschaft einen Großteil der Baukosten zu übernehmen zu verdanken. Respekt gegenüber den Dänen! Es ist die größte Infrastrukturbaumaßnahme in Europa! Wir haben darauf zu achten, dass wir einen Großteil der Wertschöpfung in unserem Land abschöpfen. Wir wollen nicht nur Transitland sein. Dafür haben wir in der Landesplanung noch erheblichen Nachholbedarf. Wir müssen flexiblere Instrumente schaffen, um schneller Investitionen in unserem Land möglich zu machen. Wir brauchen eine Neuausrichtung der Landesplanung, die sich an den Bedürfnissen der Wirtschaft orientiert. Hier ist das Innenministerium gefordert, aktiv zu werden.

Neben den harten Standortfaktoren, gilt es auch, die weichen zu pflegen und zu verbessern. Auch in diesem Bereich ist das Engagement der Landesregierung außerordentlicher erfreulich. Der Logistiktag im vergangenen Jahr hat erste wichtige Impulse für die enge Kooperation aller Beteiligter gesetzt. Diese Impulse müssen in der Logistikinitiative Schleswig-Holstein, die derzeit erarbeitet wird, aufgenommen werden. Wir müssen, wie es im Bericht heißt, ich zitiere, „Kooperationshemmnisse abbauen und insbesondere die positiven Effekte aus dem Wachstum des Hamburger Hafens nach Schleswig-Holstein leiten, um sicherzustellen dass Schleswig-Holstein an dem Boom in der Logistikbranche partizipiert.“ Meine Damen und Herren, diesem ist nichts hinzuzufügen!

Lassen Sie uns gemeinsam im Ausschuss noch einmal ausführlich über diese Thema sprechen.

Sie haben Fragen zu diesem Artikel? Sprechen Sie uns an:


Kai Pörksen (Pressesprecher)
Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel
Telefon: 0431/988-1440

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