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zu TOP 28: Endlich kommt der Einstieg in eine umfassende Hochbegabtenbförderung

Es gilt das gesprochene Wort
Sperrfrist Redebeginn

In vielen Bundesländern hat man bereits erkannt, welch ein außerordentlich leistungsfähiges Potenzial Hochbegabte für unsere Gesellschaft darstellen, wenn sie denn entsprechend ihrer hohen Begabung gefördert und beschult werden.

Da müssen wir auch in Schleswig-Holstein hinkommen! Diesen Ansatz haben wir bereits in der letzten Legislaturperiode verfolgt, wissend, dass in anderen Ländern die Förderung von Hochbegabten weit über das hinausgeht, was in unserem Bundesland bisher üblich ist.

Und wir werden uns gemeinsam mit unserem Koalitionspartner dafür stark machen, dass Hochbegabte zukünftig endlich auch eine schulische Heimat in unserem Land finden. Fast 20 Jahre ist unter einem SPD geführten Bildungsministerium so gut wie nichts für hochbegabte Kinder getan worden. Die ehemalige Bildungsministerin hat stets auf Alibiprojekte wie Enrichmentangebote und Sommercamps gesetzt.
Hier werden jedoch ausschließlich Schülerinnen und Schüler bedient, die ausgezeichnete Leistungen in der Schule erbringen.

Nur, meine Damen und Herren, darf man nicht den Fehler machen, gute Noten mit einer Hochbegabung gleichzusetzen, denn Hochbegabung bedeutet nicht gleich automatisch Hochleistung – und das ist das eigentliche Problem vor dem wir stehen.

Wenn jährlich 10.000 hochbegabte Kinder in Deutschland die Schule ohne einen Abschluss verlassen müssen, dann stimmt da etwas nicht! Und genau das kann sich unsere Gesellschaft auch nicht länger leisten. Der Begriff der Hochbegabung beschreibt lediglich eine im Vergleich zu den Fähigkeiten normal begabter Menschen außerordentliche logische Denkfähigkeit und Denkgeschwindigkeit. Ob sich aus dieser hohen geistigen Disposition auch eine Hochleistung entwickelt, hängt von vielen Faktoren ab. Und hier scheint das frühe Erkennen einer Hochbegabung am wichtigsten zu sein. Fachleute schätzen, dass 80% der Hochbegabten überhaupt nicht erkannt werden.

Deshalb ist es aus unserer Sicht zunächst wichtig, dass zukünftig verpflichtende Module zur pädagogischen Diagnostik und Förderung besonderer intellektueller Begabungen im Rahmen des Studiums und der Ausbildung von Erziehern und Lehrkräften ausgeweitet werden. Wer gefördert wird und wer nicht, darf nicht vom Zufall und Vorurteilen abhängig sein. Und, meine Damen und Herren, gute Bildungspolitik wird in Zeiten des zunehmenden Wettbewerbs um die besten Köpfe auch mehr und mehr zum Standortfaktor.

Deshalb können und werden wir es uns in Zukunft nicht leisten auch nur auf einen qualifizierten Kopf in Schleswig-Holstein zu verzichten. Wir müssen jedes Kind seiner Begabung entsprechend fördern. Das bedeutet nicht nur kein Kind zurückzulassen. Das bedeutet auch, kein Kind aufzuhalten.

Und deshalb hat sich die CDU mit ihrem Koalitionspartner darauf verständigt, eine gesetzliche Regelung zur Förderung hochbegabter Kinder im neuen Schulgesetz zu verankern. Diesen Schritt wertet die CDU als einen Einstieg in eine umfassende, professionelle Hochbegabtenförderung.

Unser gemeinsames Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass unsere begabten Kinder nicht mehr, wie bisher gängige Praxis, Schulen in anderen Bundesländern aufsuchen müssen, weil hier in Schleswig-Holstein kein adäquates Angebot vorgehalten wird. Wir wollen, dass die Förderung Hochbegabter in den schulischen Alltag integriert wird. Mit der Bildung von Kompetenzzentren haben wir hier einen Anfang gemacht, aber auch die Etablierung landesweiter Gymnasien für Hochbegabte werden wir als CDU weiter verfolgen.

CDU und FDP machen sich auf den Weg, um Hochbegabten auch in Schleswig-Holstein eine Zukunft zu geben.

Sie haben Fragen zu diesem Artikel? Sprechen Sie uns an:


Kai Pörksen (Pressesprecher)
Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel
Telefon: 0431/988-1440

http://www.cdu.ltsh.de

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