Heike Franzen

Heike Franzen
Bildungspolitik

| Nr. 445/14

zu TOP 39: Der Ansatz der FDP ist richtig

Es gilt das gesprochene Wort
Sperrfrist Redebeginn

Der nun vorgelegte Änderungsantrag der FDP-Fraktion geht in die richtige
Richtung. Zahlreiche Aufgaben, die nicht mit der direkten Unterrichtsverpflichtung zu tun haben, werden von unseren Lehrkräften erfüllt. Viele engagieren sich weit über ihre eigentlichen Aufgaben und Arbeitszeiten hinaus. Dafür möchte ich ihnen an dieser Stelle herzlich danken. Und nicht immer ist diese Arbeit nach außen sichtbar, aber dennoch nicht weniger wichtig.

Viele Lehrerinnen und Lehrer engagieren sich zum Beispiel in ihrer Freizeit und in den Ferien in den Computerräumen unserer Schulen, um die IT-Systeme am Laufen zu halten. Auch wenn diese Landesregierung bei ihrer Änderung des Schulgesetzes den Erziehungsauftrag unserer Schulen explizit gestrichen hat, ist der Schulalltag dadurch
nicht leichter und die tägliche Erziehungsarbeit unserer Lehrkräfte nicht weniger geworden.

Eine Erfassung der dafür benötigten tatsächlichen Arbeitszeit ist sinnvoll und wünschenswert. Es hat in der Vergangenheit ja immer wieder Versuche gegeben, die tatsächliche Arbeitszeit von Lehrerinnen und Lehrern zu erfassen, was allerdings nicht wirklich von Erfolg gekrönt war.

Daher ist der Ansatz einer unabhängigen wissenschaftlichen Erhebung zu begrüßen. Ich kann mir gut vorstellen, dass es nicht nur bei den verschiedenen Schularten, sondern auch bei den unterschiedlichen Unterrichtsfächern zu unterschiedlichen Arbeitsbelastungen kommt. Der Arbeitsaufwand einer Fachlehrerin oder eines Fachlehrers ist sicherlich noch einmal anders zu bewerten als der einer Klassenlehrerin oder eines Klassenlehrers. Gleiches gilt auch für die Arbeit einer Schulleiterin oder eines Schulleiters. Hinzukommen die zusätzlichen Aufgaben, die diese Landesregierung den Schulen und damit den Lehrerinnen und Lehrern aufbürdet.

An dieser Stelle seien nur einige Beispiele wie die Umsetzung der Inklusion, zusätzliche Elterngespräche, Berichtszeugnisse und erforderliche Fort- und Weiterbildung genannt.

Die neuen Herausforderungen bei der Vorbereitung von Unterricht in heterogenen Klassen bedürfen einer anderen Herangehensweise als der in homogenen Klassen. Darüber hinaus werden zusätzliche Abstimmungsgespräche nötig, wenn mehr als eine Lehrkraft in der Klasse ist oder zusätzlich noch Schulbegleiter im Unterricht anwesend sind. Es gibt also zahlreiche Aufgaben, die bei einer Erfassung der tatsächlichen Arbeitszeit von Lehrkräften eine Rolle spielen. Die können, je nach Schulart und Fach, sehr unterschiedlich sein.

Einige Fragen zum Ursprungsantrag der FDP konnten auch im Bildungsausschuss nicht abschließend beantwortet werden. Wir können uns aber gut vorstellen, dass die Ergebnisse einer solchen Studie als Grundlage für die Erarbeitung von neuen Arbeitszeitmodellen für Lehrkräfte dienen können. Ich bedanke mich bei der Kollegin Klahn für den jetzt geänderten Antrag. Er macht deutlich, dass die Argumente aus der Ausschussberatung aufgenommen worden sind.

Unser Fazit: Der Ansatz der FDP ist richtig, denn die eine ehrliche Erhebung der tatsächlichen Arbeitszeit ist notwendig und sinnvoll, um über Maßnahmen zur Entlastung von Lehrkräften am Arbeitsplatz zu beraten.

Sie haben Fragen zu diesem Artikel? Sprechen Sie uns an:


Kai Pörksen (Pressesprecher)
Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel
Telefon: 0431/988-1440

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