Werner Kalinka

Werner Kalinka
Familien, Senioren

Hans Hinrich Neve

Hans Hinrich Neve
Gesundheit, Ehrenamt, Feuerwehr/Katastrophen­schutz, Kommunales, Landesplanung

Stegner | | Nr. 132/21

Zum Impfen gehört Impfstoff, Herr Dr. Stegner!

Werner Kalinka, seniorenpolitischer Sprecher, und Hans Hinrich Neve, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion:

„Die Aussage des SPD-Fraktionsvorsitzenden Ralf Stegner, die Priorisierung nach bestimmten Gruppen solle entfallen und das Motto: „Impft, was Beine hat!“ müsse gelten, ist in mehrfacher Hinsicht problematisch und kann nicht ohne Widerspruch bleiben“, so der Abgeordnete Kalinka.

Wolle Herr Stegner dies sofort umsetzen, würden viele Impfbedürftige ihren Anspruch verlieren. Sie warteten seit langem darauf, geschützt zu werden. Ihren Anspruch hätten sie aus guten Gründen, sei es altersbedingt, durch Vorerkrankungen oder aus anderen begründeten Gesichtspunkten. Es sei leichtfertig, so mit den Betroffenen und dem Thema umzugehen.

Kalinka weiter: „Die Impfungen in den Alten- und Pflegheimen haben gezeigt, wie wichtig es ist, konzeptionell klug vorzugehen. Inzwischen sind die Erkrankungen und Todesfälle sehr erheblich gesunken. Kontakte sind wieder mehr möglich. Dies ist gerade für die Senioren und ihre Familien von großer Bedeutung.“ Würde Finanzminister Olaf Scholz (SPD) die versprochenen Millionen-Mengen - im Juni / Juli sollen sie im zweistelligen Bereich liegen - schneller besorgen, ginge auch das Impftempo schneller. Zum Impfen gehört Impfstoff. Würden Herr Dr. Stegner und Herr Scholz hier konkret helfen können, wäre dies ein guter Beitrag. Mit Worten werden Probleme nicht gelöst, manchmal sogar neue ausgelöst.“

Hans Hinrich Neve: „Die Einbeziehung der Hausärzte ist längst vorgesehen. Leider haben sie zunächst nur begrenzte Mengen des Impfstoffs zur Verfügung. Mit erhöhten Lieferungen könnten die Prioritäten schnell abgearbeitet werden.“ Zu den einzelnen Stufen werde es dann einen fließenden Übergang geben. „Ein wildes „Um-sich-impfen“ à la Stegner wird es mit uns nicht geben“, so Gesundheitspolitiker Neve abschließend.

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